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Les Sans-Papiers
 
 
Im Großraum Paris leben etwa 10,5 Millionen Menschen. Fast 80.000 davon sind MigrantInnen ohne geregelten Aufenthaltsstatus, die sogenannten ‚Sans Papiers‘

Paris ist bewegt, historisch interessant und wichtig in jeder Hinsicht für die Kultur. An jeder geschichtsträchtigen Station, meinst ‚vis-à-vis‘ aber besonders hier am Wahrzeichen der Stadt, dem Eifelturm, stehe sie. Gegenüber befindet sich der Esplanade du Trocadéro, eingerahmt von der Avenue Paul Doumer im Nordosten und der Avenue des Nations Unies im Südosten liegt am rechten Seine Ufer auf dem Hügel von Chaillot zwischen Marine Museum und dem Théâtre National de Chaillot ein großer Platz von dem aus man erhöht den Eifelturm anschauen kann. Unter diesem Platz Garten und Brunnen, der seine Fontaine Richtung Eifelturm speit. In den umliegenden Parks und den Wegen um die Fontaine befinden sich Menschengruppen, die man jeweils einem Land oder einer Hautfarbe zuordnen könnte. Der Esplanade du Trocadéro ist weiss – der Marmor Boden wie auch die Touristen die sich von dem Place du Trocadéro et du 11 Novembre aus Bussen darüber ergießen. Dazwischen tummeln sich schwarze Männer mit Urlaubsmitbringseln über den Armen oder an den Händen oder auf ausgebreiteten Decken. Vielfach sieht man oder hört das metallische Geklimper von kleinen Eifelturm Nachbildungen. Die Männer kommen aus Nordafrika aus den ehemaligen französischen Kolonien in Subsahara und der Karibik. Die Sprache ist ihre, deshalb kommen sie am einfachsten nach Frankreich. Arbeit finden sie keine und die Schleuser, die sie meist hier her bringen verdienen nicht nur am Schleusen, sondern auch am Handel mit den Waren, mit denen sie ihre Unterkunft bezahlen, in der sie verborgen leben dürfen. Alles organisiert und am Ende sind sie einer wirtschaftlichen oder politischen Misere entflohen aber in einer Sklaverei gelandet, dazu leben sie in der stetigen Angst überführt und ausgewiesen zu werden.

Touristen, die Tantiemen ins Land bringen überströmen die Sehenswürdigkeiten und werden umzingelt von ihnen. Die Männer versuchen das Wahrzeichen des Landes an die Touristen zu verkaufen, das sie am liebsten ausweisen würde. Es gibt Menschensiebe, so hat man den Eindruck, wenn man auf dem Esplanade du Trocadéro steht und wartet, wird man erleben, dass alle halbe Stunden auf der hochgelegenen Ebene, dort wo auch die Touristen losgelassen werden, Mannschaftswagen halten und mit ihnen Polizisten mit Schlagstöcken und Kabelbindern und machen Fang auf die ‚Sans Papiers‘, diese entfliehen durch die im Westen und Osten angelegenen Parks oder runter Richtung Seine Ufer zum Eifelturm.

 

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